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Jens Spahn und das Forum Veranstaltungswirtschaft im Gespräch

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Hamburg, 20. September 2021 – In einer Telefonkonferenz hat das Forum Veranstaltungswirtschaft mit dem aktuellen Bundesgesundheitsminister über die mangelnden Perspektiven des Wirtschaftszweigs, Handlungsempfehlungen und das Erfordernis eines kontinuierlichen Dialogs zwischen dem Ministerium und der Branchenvertretung gesprochen. Der Minister sagte zu, dass er sich für einheitliche Regelungen der Bundesländer zur Durchführbarkeit von Großveranstaltungen einsetzen werde. Er könne das aber nur anregen. Zwingen könne er die Länder dazu nicht.

Die Sprecher des Forums kritisierten, dass nicht nachvollziehbar sei, weshalb es für Kultur und Wirtschaftsveranstaltungen immer noch keine einheitliche Regelungen gibt. Sie machten dem Minister verständlich, dass auch der Veranstaltungsbetrieb auf bundeseinheitliche Regelungen angewiesen sei.

Zum Thema 2G/3G sagte der Minister, dass er 3G grundsätzlich präferiere. In geschlossenen Räumen sehe er derzeit keine Alternative zur 2G-Regelung. Es wurde vom Forum Veranstaltungswirtschaft durch Marcus Pohl (ISDV) und Prof. Jens Michow (BDKV) darauf hingewiesen, dass durch 2G immer noch ein Großteil des Publikums ausgeschlossen werde. Eine Entscheidung zwischen 2G und 3G könne auch nicht auf Künstler und Veranstalter abgeschoben werden. Die 3G-Regelung auch indoor als ausreichend zu betrachten, ließ sich im Gespräch allerdings nicht durchsetzen. Da vier von fünf Erwachsene geimpft seien, könne man Veranstaltungen auch unter 2G durchführen, so Spahn.

Die Problematik, dass man von den Arbeitnehmern insbesondere der Dienstleister bei Veranstaltungen keine Impfnachweise verlangen könne, war dem Minister bekannt. Man könne ihr nach seiner Meinung aber nur durch mehr Werbung für die Impfung begegnen.

Für das Forum Veranstaltungswirtschaft war diese Konferenz der längst überfällige Auftakt eines Dialoges zwischen dem Ministerium und der Branche. Kein anderes Ministerium, wie das BGM, sei den wiederholten Gesprächsangeboten in den vergangenen Monaten so aus dem Weg gegangen. Auch wenn die Karten in den kommenden Wochen und wohl sogar Monaten völlig neu gemischt werden, sei die Tür zum Ministerium jetzt zumindest einen Spalt geöffnet. Nach der Wahl werde dann hoffentlich ein konstanter Austausch stattfinden, so Marcus Pohl, Vorsitzender der ISDV.
Große Erwartungen an dieses Telefonat, hatte Jens Michow, Präsident des BDKV, nicht. Wenn Minister Spahn bei dem kommenden letzten Gespräch dieser Regierung mit den Regierungschefs der Länder zumindest die Schaffung einheitlicher Öffnungsszenarien für Großveranstaltungen und dazu die Einrichtung einer Arbeitsgruppe der Länder anregt, sei das jedoch eine wertvolle Unterstützung des laufenden Dialogs mit den Bundesländern.

Infos: https://forumveranstaltungswirtschaft.org/

Tags: Corona, Veranstaltungsbranche, Veranstaltungswirtschaft, Forum Veranstaltungswirtschaft